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Radunfälle vermeiden – Jahresschwerpunkte 2018

(Kommentare: 2)

1. # Geisterfahrer

2. # Schulterblick

3. # No Smartphone

Zur Erzielung von Nachhaltigkeit bleiben die Schwerpunkte gleich. Mit selektiven Verkehrsüberwachungsaktionen der Polizei und Verwarnungsgeldern allein lassen sich notwendige Verhaltensänderungen bei Autofahrern und Radfahrern nicht erreichen. Sprechen Sie über eigene Erlebnisse und Beinahe-Unfälle. Gegenseitige Rücksichtnahme und erhöhte Vorsicht an Strecken mit erhöhten Unfallzahlen sind so besser und nachhaltiger zu erreichen.

So kann es gehen:

  1. Bis zu 10fach höheres Unfallrisiko, deshalb kein Geisterfahren Radfahrende nutzen besser die rechte Fahrbahnseite und rechts verlaufende Radwege bei defensiver Fahrweise.
  2. 52,8 % der Unfallursachen bei Autofahrern hängen mit dem gebotenen Schulterblick zusammen. Eine Reduzierung von Abbiegeunfällen, solche beim Einfahren in den fließenden Verkehr oder beim Ein- und Aussteigen sollen durch Fortsetzung der Aktion Schulterblick erreicht werden.
  3. Keine Smartphones beim Fahren – bei geschätzt jedem 5. Unfall ist Ablenkung durch smarte Geräte im Spiel

Auch wenn Erfolge hinsichtlich regelkonformem Verhalten erzielbar sind, dauerhafte und spürbare Entlastung ist erst mit dem geplanten Lückenschluss im Radwegenetz und dem Bau der Radbrücken über die Bahngleise westlich der Czerny-Brücke und die Weiterführung über die Bergheimer Straße und den Neckar ins Neuenheimer Feld zu erwarten. Das UPI - Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg prognostiziert für diese Baumaßnahme bis zu 100 Radunfälle weniger pro Jahr!

Die aktionplus5.de unterstützt die Variante 3, die bereits 2021 realisiert werden könnte, weiter mit Nachdruck.
Varianten 2 und 3 können frühestens ab 2034 realisiert werden.

Geplanter Verlauf der Radbrücken ins Neuenheimer Feld
Geplanter Verlauf der Radbrücken ins Neuenheimer Feld

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Kommentar von Angenervt |

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14915/3610496
Klappt irgendwie noch nicht so ganz.
Ich bin aber sicher, dass auch dieser von einem Kraftfahrzeugfahrer verursachte Unfall in der Jahresstatistik "Unfälle der bösen, unbelehrbaren Radfahrer" gelistet werden wird. Die Nennung der wirklichen Verursacher unterbleibt da ja regelmässig.
-
"Sprechen Sie über eigene Erlebnisse und Beinahe-Unfälle."
Genannte Stelle: Bismarckstrasse, Abbiegerspur in die Bergheimer. Prinzip: Abbiegendes Kfz nimmt Fahrrad die Vorfahrt.
Einspurige Strassen im gesamten Wohn-Stadtgebiet: Entgegenkommende Kfz-Fahrer ignorieren bei Behinderung auf ihrer Seite durch parkende Kfz die Vorfahrt des Radfahrers auf der "freien" Seite und nötigen diesen zum Anhalten oder fahren mit wenigen Zentimentern (Berührweite) Abstand an ihm vorbei.
Radweg hinter den Autos entlang der Eppelheimer Strasse: Entgegenkommende Linksabbieger oder ausfahrende Pkw aus den Gewerbebetrieben "übersehen" Radfahrer auf dem regulären Radweg/Radstreifen (in der richtigen Richtung...). Neuerdings: Dito auch für Schwerlast-Lkw zu den Baustellen.

Kommentar von Guest |

https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-unfallstatistik-2017-mehr-unfaelle-und-verkehrstote-im-rhein-neckar-raum-_arid,342171.html

Daraus:
"Die Polizei warnte vor den Gefahren für "schwächere" Verkehrsteilnehmer angesichts der gestiegenen Zahl von Unfällen mit Fußgängern (395; plus 13,2 Prozent) und Radfahrern (1142; plus 1,2 Prozent). Daneben gab es auch bei Kindern 9,5 Prozent mehr Verletzte bei insgesamt 277 Fällen.

Als besonders fatal erwiesen sich 2017 Unfälle wegen überhöhter Geschwindigkeit. Obwohl die Gesamtsumme um 12,5 Prozent zurückging, kamen zehn beteiligte Personen ums Leben. "

"Der negative Gesamttrend hängt vor allem mit der Bilanz aus dem Heidelberger Stadtgebiet zusammen. Hier erreichte die Unfallstatistik 2017 mit 5445 Fällen (plus vier Prozent) den höchsten Stand der letzten fünf Jahre. Damit einher ging die Zahl der Verletzten, die sich um fast 100 auf 802 erhöhte. Betroffen vom Zuwachs waren vor allem Fußgänger, darunter häufig Kinder."

Was macht die "Aktion"? Die Bilanz für 2017 ist verheerend.
Die Hauptursachen von Toten und Verletzten Fussgängern und Radfahrern wurden hier ja noch nie wirklich angegangen.